Es war einmal ein König, der hatt'
einen großen Floh,
Den liebt' er gar nicht wenig, als
wie seinen eig'nen Sohn.
Da rief er seinen Schneider, der
Schneider kam heran;
"Da, miß dem Junker Kleider und
miß ihm Hosen an!"
In Sammet und in Seide war er nun
angetan,
Hatte Bänder auf dem Kleide, hatt'
auch ein Kreuz daran,
Und war sogleich Minister und hatt
einen großen Stern.
Da wurden seine Geschwister bei Hof
auch große Herrn.
Und Herrn und Frau'n am Hofe, die
waren sehr geplagt,
Die Königin und die Zofe gtestochen
und genagt,
Und durften sie nicht
knicken und weg sie jucken nicht.
Wir knicken und ersticken doch
gleich, wenn einer sticht.
Beethoven’s Flohlied (Flea Song), Op. 75 No. 3, is a lively art song composed around 1809, setting a text by Goethe. It is a tavern song from Goethe’s Faust. The humorous poem describes a flea cherished by a king, who rewards it with privileges and fine clothing, while others suffer from its irritating presence. Beethoven’s music captures the song’s satirical character through expressive vocal phrasing and an energetic piano accompaniment. Beneath its playful surface lies a sharp criticism of courtly privilege, arbitrary power, and social inequality, making this miniature both entertaining and incisive.
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